Gemeinde Dürmentingen

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Dürmentingen ist seit September 2009 Träger des European Energy Awards.

Erneute Auszeichnung mit dem European Energy Award im Februar 2015

Der European Energy Award (EEA) ist ein Qualitätsmanagementsystem, dessen Kriterien in regelmäßigen Abständen überprüft werden.
Das externe Audit nach erstmaliger Zertifizierung im Jahr 2009 (siehe unten) fand im April 2014 statt - mit Erfolg!

Die neuerliche Verleihung des EEA erfolgte bis April 2017 - ein Ansporn für Gemeinderat und Verwaltung, die energiepolitischen Ziele konsequent weiter zu verfolgen.

Die Auszeichnungsveranstaltung fand am 24. Februar 2015 in Sindelfingen statt. Bürgermeister Wolfgang Wörner nahm in Begleitung von Vertretern des gemeindlichen Energieteams den EEA von Umweltminister Franz Untersteller entgegen.

Die Gemeindevertreter zusammen mit Walter Göppel, Leiter der Energieagentur Ravensburg, bei der Preisverleihung
Die Gemeindevertreter zusammen mit Walter Göppel, Leiter der Energieagentur Ravensburg, bei der Preisverleihung (© M. Stollberg, UMBW)

Verleihung der Auszeichnung am 25. November 2009

„Der Gemeinde Dürmentingen wird nach eingehender Prüfung und sorgfältiger Abklärung der European Energy Award für den Zeitraum September 2009 bis September 2012 verliehen. Die Gemeinde Dürmentingen erhält diese Auszeichnung für die nachweisbaren und vorbildlichen Resultate der kommunalen Energiepolitik“ - so die Urkunde, welche Bürgermeister Wolfgang Wörner zusammen mit Vertretern der Gemeinde im Humpisquartier in Ravensburg entgegen nehmen konnte.

Verleihung des Award im Jahr 2009
Verleihung des Award im Jahr 2009

Ein Klimaschutzprogramm für alle Gemeinden

European Energy Award (eea) heißt das Programm, mit dem Kommunen in Sachen Klimaschutz schnell vorwärts kommen.

Mit dem European Energy Award (eea) können Städte und Gemeinden ihre Arbeit in Sachen Energie sowie die Planung und Umsetzung neuer Projekte systematisch erfassen und verbessern. Um den europäischen Qualitätsstandard des Verfahrens zu sichern, zertifizieren unabhängige Auditoren die Kommunen. Grundlage ist dabei ein Maßnahmenkatalog mit rund hundert Einzelmaßnahmen, mit dem die Arbeiten der Kommunen in energierelevanten Bereichen bewertet werden. Erreicht die Kommune 50 Prozent der möglichen Punkte, bekommt sie den European Energy Award, bei 75 Prozent sogar den European Energy Award Gold.

Die eea-Handlungsfelder

Entwicklungsplanung / Raumordnung

Der Bereich Entwicklungsplanung und Raumordnung umfasst alle Maßnahmen, die eine Kommune in ihrem ureigenen Zuständigkeitsbereich – der kommunalen Entwicklungsplanung – ergreifen kann, um die entscheidenden Weichen für eine bessere Energieeffizienz zu stellen und damit den Klimaschutz zu forcieren. Die Maßnahmen reichen von einem energie- und klimapolitischen Leitbild über eine Festlegung im Bereich der Bauleitplanung, von städtebaulichen Wettbewerben, verbindlichen Instrumenten beim Grundstücks(ver-)kauf, der Baubewilligung bis hin zur Energieberatung von Bauinteressenten.

Kommunale Gebäude und Anlagen

In diesem Bereich können die Kommunen direkte Einspareffekte für den kommunalen Haushalt durch die wirtschaftliche Reduzierung von Betriebskosten ihres eigenen Gebäudebestandes erzielen. Zu den Maßnahmen zählen beispielsweise eine Bestandsaufnahme, Energie-Controlling und –management oder Hausmeisterschulungen und spezielle Maßnahmen im Bereich der Straßenbeleuchtung.

Versorgung, Entsorgung

Der gesamte Bereich Ver- und Entsorgung wird in enger Kooperation mit kommunalen Energie-, Abfall- und Wasserbetrieben oder auch mit überregionalen Energieversorgern entwickelt. Partnerschaften im Sinne von Public-Private-Partnership zur Organisation und Finanzierung der Maßnahmen entstehen gerade in diesen Bereichen. Teilnehmende Kommunen können u.a. mit folgenden Maßnahmen punkten: Optimierung der Energielieferverträge, Verwendung von Ökostrom, Aufbau der Tarifstruktur, Nah- und Fernwärmeversorgung, Nutzung erneuerbarer Energien, Nutzung von Abwärme aus Abfall und Abwasser oder Regenwasserbewirtschaftung.

Mobilität

In diesem Bereich werden kommunale Rahmenbedingungen und Angebote vorgestellt, die die Bürger ermutigen sollen, verstärkt auf energiesparende und schadstoffarme oder –freie Verkehrsträger umzusteigen. Es geht um Maßnahmen, die zur verstärkten Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, des Fahrrads und von Fußwegen führen, wie zum Beispiel Informationskampagnen und –veranstaltungen, die Verbesserung der Fuß- und Radwegenetze sowie des ÖPNV-Angebotes, die Planung von Schnittstellen zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern, die Gestaltung des öffentlichen Raumes oder die Förderung des umweltfreundlichen Mobilitätsverhaltens der öffentlichen Verwaltung.

Interne Organisation

Ein wichtiger Bereich innerhalb des eea-Maßnahmenkatalogs ist die „interne Organisation“: Hier sollen die Kommunen dafür Sorge tragen, dass das Energiethema gemäß dem energie- und klimapolitischen Leitbild von allen Akteuren gemeinsam verantwortet und vorangebracht wird. Hierzu gehört die Bereitstellung personeller Ressourcen, die Umsetzung eines Aktivitätenprogramms, Weiterbildungsmaßnahmen, das Beschaffungswesen, aber auch die Entwicklung und Anwendung innovativer Finanzierungsinstrumente zur Umsetzung von Maßnahmen.

Kommunikation, Kooperation

Dieser Maßnahmenbereich fasst primär die Aktivitäten zusammen, die auf das Verbrauchsverhalten Dritter abzielen. Dazu gehören z. B. private Haushalte, Schulen, Gewerbetreibende oder Wohnungsbaugesellschaften. Konkret bedeutet dies die Umsetzung von Informationsaktivitäten, also beispielsweise von Pressearbeit, Broschüren, Veranstaltungen bis hin zur Etablierung von Energietischen mit energie- und klimapolitisch relevanten und interessierten Akteuren. 

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Weitere Informationen

Kontakt

Bürgermeisteramt Dürmentingen
Hauptstr. 20
88525 Dürmentingen 
Tel.: 07371 9507-0
Fax 07371 9507-99